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Meine Modellbahnseiten .

Mein Wohnzimmer ist soweit fertig aufgebaut. Einige andere Veränderungen sind noch zu erledigen. Dauert eben bei mir.
Mein Eisenbahnzimmer ist bis auf einige Dinge jetzt wieder frei für's weiterbauen der Modellbahn. Nur ist es jetzt wirklich etwas zu warm hier! ( 31Grad heute, so um 15Uhr ) Wenigstens habe ich so eine Klemmmarkise, die hält etwas ab. Leider hilft das nur die ersten zwei Tage. Beide Zimmer gehen nach vorne raus. Die Sonne steht also von 11Uhr Vormittags bis Abends voll auf meiner Wohnung. Über mir ist noch eine Dachwohnung, der Kollege dort oben dürfte heut so um die 32Grad gehabt haben. Naja, ich wohne ja jetzt schon seit 13 Jahren hier, da gewöhnt man sich an sowas! - Gerade bin ich dabei einen neuen Gleisplan für meinen neuen Kopfbahnhof zu erstellen. - Es geht also bald weiter. Ach ja, wohl im Herbst muss ich noch die OP machen lassen.
Ansonsten wünsche ich Euch viel Spass beim Lesen und Anschauen der Texte mit vielen Bildern, die jeder frei verwenden darf. Auch wenn ich nicht Fotografieren kann.

Rainer Netz, 14.Juni.2010

Als Kind wünschte ich mir immer eine Modelleisenbahn. Leider hatten meine Eltern das Geld nicht. Mein Vater war erst in einer Umschulung und bekam nur wenig Geld. Später wurde das Geld für die Raten unseres Hauses gebraucht. Ein Auto musste bezahlt werden und in den Urlaub wollten wir alle ja auch. Für so teures Spielzeug reichte das restliche Geld dann nicht mehr. (Nicht in diesem Staat!) Und für einen kleinen Beamten, wie es mein Vater dann war, schon garnicht. Beamter sein, das weis auch ich heute, lohnt sich in Deutschland erst ab dem gehobenen Dienst. - Jetzt aber versuche ich mir meinen Wunsch von damals eben selbst zu erfüllen, auch wenn's ein wenig länger dauert, ich ne Menge Fehler mache. Mit der Zeit wird das aber immer besser. Es treibt mich ja keiner. Und mir macht es Spass!

Am Anfang:

Meine Überlegungen damals waren:

Was will ich bauen. Nur eine Platte. Welche Landschaft. Eine Spielbahn. Viel zum Rangieren oder mehr Strecke. Dann erstmal so etwas wie einen Gleisplan zeichnen. Oder man nimmt gleich ein Planprogramm für Modellbahnen. Zum Beispiel Modellbahn Planner.- Den Link auf die Seite muss ich erst noch mal raussuchen! Ich reiche ihn aber nach. Dann noch die Sache mit der Spur. Wenn man Platz genug hat, kann man die Spur H0 nehmen. (Kennt jeder von Märklin). Oder man nimmt's etwas kleiner, so wie ich, die Spur N. Ist in etwa nur halb so groß. Dann sollte man sich noch die Frage stellen, fahre ich Analog oder Digital. Da gibt es im Internet genug Seiten, die den Unterschied der beiden Systeme erklären. Ich erspare mir das hier mal. Bin ja selbst noch so gut wie ein Laie.

Nun noch zu meinem Baubetrieb

Ich habe inzwischen meinen Baubericht in mehrere Teile zersägt, wenn man es mal so ausdrücken darf. Teil 1 ist dabei der kürzeste. Er beinhaltet gerade mal vier Seiten mit Bildern. Teil 2 ist noch einpaar Seiten länger. Beschreibt Umbau des Alten Bahnhofes. Und die Gestaltung eines Streckenteils.
Teil 3 und 4 nochmal Diverse Um - An und Neubauten an der Anlage. Alles wegen typischer Anfängerfehler. Ab dem 4. Teil fange ich eigendlich erst richtig an zu Bauen.

Über mein Stellpult im Bau

Es gibt Schwierigkeiten bei den Anschlüssen. Streifen und Punktraster-Platinen sind nicht gerade das Geeigneteste, besser man macht sich die Mühe und stellt kleine Platinen selbst her. Dann kann man aus 1mm dünnem Holzleisten entsprechend kleine Rahmen zusammenkleben. Als Vorlage in Silikon giessen. Dann mit Resin die Silikonformen ausgiessen. Fertig sind die eigenen Rämchen. Layout für die Anschlüsse mit Laserdrucker ausdrucken, auf einseitig beschichtete Platinen bügeln und ätzen. Fertig ist das Grundgerüst.

Mein Stellpult im Bau

Es empfiehlt sich eine normalgroße Europlatine zu nehmen, So das man sie nach dem ätzen und dem besprühen mit Schutzlack in die richtige Größe schneiden kann. Ich nehme dazu allerdings nicht mehr die Proxon sondern eine Bügelsäge mit Eisenblatt. Die Maße der Platinchen müssen natürlich den Außenmaßen der Rähmchen entsprechen. Auf diese neue Idee bin ich erst vor einpaar Tagen gekommen.
Probeweise habe ich mal ein paar Rähmchen fertiggestellt, das geht schon mal. Das mit den kleinen Platinen dürfte auch hinhauen. Allerdings mein Stellpult ist ja anders aufgebaut, also mit einem Gittergerüst, auf dem dann als letztes die Stelltischfelder befestigt werden. Werde wohl beim Doppelklebeband bleiben. .

Ein bischen über mich

Früher als kleiner Junge wollte ich immer eine Modelleisenbahn haben. Leider hatten meine Eltern dafür nie das Geld gehabt. Später hatte ich selbst keine Zeit dafür und es waren soviel andere Sachen die ich machte. War ja nicht so, das ich nicht noch weitere Hobbys gehabt habe.
Ausbildung, Wehrdienst, weitere Ausbildungen, Volkshochschule, auch Liebesbeziehungen gab es zwischendurch. Dann hatte ich leider mit einem Alkoholproblem zu kämpfen. So gingen 30 Jahre ins Land.
Aber den Wunsch mit der eigenen Eisenbahn blieb immer irgendwie in mir drin.
Meine Familie war inzwischen erledigt. Muttter tot mit 45, Vater ging zwei Jahre danach. Zuletzt habe ich noch meine Oma bis zu ihrem Tod gepflegt. Kampf gegen die Geier! Hauszwangsversteigerung, Umzug E.-überruhr nach E.-Horst.
Hier lernte ich nochmal ein nettes Mädel kennen. Leider war sie wohl doch etwas zu jung mit 20 und ich kippte jeden Tag zwei bis drei Flaschen Rheinhessen-Auslese.- Bis vor 5 oder 6 Jahren. Da sagte ich mir, jetzt ist Schluss mit Lustig. Ich bereitete meinen eigenen kalten Entzug vor. Etwa über drei oder vier Wochen. Immer ein bischen weniger und den Rest dann wegkippen. War echt krass.
Aber das wichtige Entgiftungs-Wochenende kam ja auch noch. Ich rief also meinen Cousin aus Gelsenkirchen an, und bat ihn am Samstag zu mir zu kommen, um meinen gesammten Vorrat an Wein und ähnlichem Alk abzuholen. Er meinte dann noch ich solle wenigstens zwei Flaschen verstecken, falls ich es doch nicht schaffen würde. Das aber lehnte ich ab, mit der Begründung, das ich da sowieso dran gehen würde, wenn ich es nicht schaffte.
Hab dann doch eine versteckt. Doch die hat der Kerl dann doch gefunden und mitgenommen!! So habe ich mich selbst verarscht,- zum Glück! Am Sonntag dann, wurde ich so um 15 Uhr zum erstenmal "unruhig", wurde ich immer um die Zeit. War ja Spiegeltrinker. Das groöße Suchen begann. Ich hatte aber alles genau geplahnt. Keine Bude in der Nähe, Tanke zu, kein Geld zu Hause. Und Piene im Bein, beste Voraussetzungen für einen Selbstentzug.
Erst bin drei Stunden durch Wohnung und auch Keller gestöbert. Dann habe ich aufgegeben. Habe meine damals halbferige Titanik auf den Tisch gestellt und wollte daran basteln. Ging nich, zu dolles Zittern. Inzwischen Abend (die scheiß; Nacht lag vor mir) macht ich das Fernsehn an. Habe nur hin und her gezapt. Nun gut, dann ebend ins Bett mit dem Jungen. Mann, da erst machte ich so richtig den Streifen mit. Kalte Schweißausbrüche, Herzklabaster, Angstgefühle, schlecht war's mir. Alles vom besten! Ich glaube dreimal hatte ich den Telefonhörer in der Hand, um den Notarzt zu holen. Dann bin ich wohl endlich eingepennt. Und am Montag Morgen danach fühlte ich mich wie ein neuer Mensch. Ich hatte es nach so vielen verschenkten Jahren endlich geschafft mich selbst zu besiegen. Nach der Morgentoilette hatte ich erstmal "Hunger". Die Aktion hat sich richtig eingebrannt! Und ich hatte auf einmal so viele neue Ideen. Zum Beispiel auch die mit meiner eigenen Eisenbahn. Ausserdem holte ich meinen alten PC aus dem Wandschrank. Jetzt lerne ich noch nebenbei die einzelnen Scriptsprachen. Meine Webseite wird zwar langsam, aber immer besser. Auch will ich endlich eine Eisenbahn aufbauen. Das ich nur mal beim Bau irgendwann mal mitgeholfen habe, stört mich nicht sonderlich. Das ich fast null Ahnung habe, auch nicht. Die Eisenbahn wird gebaut und damit Basta!

Rainer Netz, 16.06.2009

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